Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz in der Pflege

Expertenstandard Harninkontinenz

Seminar Expertenstandard Haninkontinenz

Harninkontinenz kann in vielen fällen therapiert oder wenigstens abgemildert werden. Der Expertenstandard beschäftigt sich mit dem Erhalt der Kontinenz und dessen Förderung.

Auszug aus dem Expertenstandard Harninkontinenz

Anwender des Expertenstandard Harninkontinenz

Der Expertenstandard Kontinenzförderung richtet sich an Pflegefachkräfte2 in Einrichtungen der ambulanten Pflege, der Altenhilfe und der stationären Gesundheitsversorgung. Gerade beim Thema der Inkontinenz gibt es aber auch zunehmend Beratungsangebote außerhalb dieser Settings, z.B. in Kontinenz-Beratungsstellen oder Sanitätshäusern, die ebenfalls von Pflegefachkräften durchgeführt werden. Auch in diesen Settings kann der Expertenstandard von Pflegefachkräften berücksichtigt werden, eine erfolgreiche Umsetzung hängt aber von der Kontinuität der pflegerischen Betreuung in diesen Bereichen ab.

Der ersten Aktualisierung des Expertenstandards liegt eine ausführliche Recherche der internationalen und nationalen Literatur von 1990 bis 2013 zu Grunde. Die Literatur zeigte kein einheitliches Bild und nicht jede empirische Untersuchung war methodisch akzeptabel. Deutlich wurde, dass Untersuchungen zur Kontinenzförderung aufgrund der multifaktoriellen Ursachen der Inkontinenz kaum ein vergleichbares Bild zeigen. Dies trifft auf die Stichprobenbildung, das Interventionsdesign und die Ergebniskriterien zu. Bestimmte Themengebiete sind zu wenig erforscht, jedoch aus Sicht der professionellen Pflege von Bedeutung. Im Vergleich zum ersten Expertenstandard aus dem Jahre 2007 fällt allerdings auf, dass international ein deutlicher Zuwachs an Leitlinien und Cochrane-Reviews zu verzeichnen ist, wodurch zwar evidenzbasierte Empfehlungen zugenommen haben, jedoch längst nicht in allen Bereichen und zu allen betroffenen Gruppen.

Im Gegensatz zur Literaturlage für den ersten Expertenstandard zeigt die Literatur derzeit trotz der dargestellten Einschränkungen insgesamt aber ein differenzierteres Bild, da bestimmte Gruppen, wie z. B. Menschen mit geistiger Behinderung, Menschen mit neurologischen Erkrankungen und junge Menschen stärker berücksichtigt wurden. Auch wenn die Datenlage hier teilweise recht schwach ist, so ist es doch möglich, einen besseren Einblick in spezifische Bedürfnisse und Probleme zu erhalten.

Wie schon beim ersten Expertenstandard erforderte die Evidenzlage von den Mitgliedern der Expertenarbeitsgruppe auch für die Aktualisierung, bei unzureichender Forschungsevidenz ein Experten-urteil zu fällen und Empfehlungen aufgrund ihrer Fachexpertise zu formulieren.

Zielsetzung

Der Expertenstandard Harninkontinenz fokussiert auf Erkennung und Analyse von Kontinenzproblemen, Erhebungs-methoden, die Einschätzung unterschiedlicher Kontinenzprofile und verschiedene Interventions-möglichkeiten. Dazu können wir feststellen, dass die von der Expertenarbeitsgruppe 2006 entwickelte Einteilung der Kontinenzstufen zur Bestimmung eines Kontinenzprofils von der Praxis weitgehend aufgegriffen wurde. Dabei haben das Erleben und die subjektive Sicht der Betroffenen eine große Bedeutung. Harninkontinenz ist immer noch gesellschaftlich tabuisiert. Harninkontinenz und Konti-nenzförderung betreffen intime Bereiche. Professionelles Handeln zu dieser Problematik erfordert Einfühlungsvermögen und Orientierung am individuellen Fall und es gilt unter allen Umständen, das Schamempfinden der Betroffenen zu schützen. Hierzu gehört zum einen ein angemessener Sprachgebrauch, der berücksichtigt, dass es sich um Erwachsene handelt und Begriffe aus der Säug-lingspflege wie „trockenlegen“, „pampern“ oder „Windel“ vermeidet. Zum anderen bedarf es vor der Einbeziehung der Angehörigen unbedingt der Rücksprache mit dem Patienten/Bewohner, da dieser möglicherweise nicht wünscht, dass seine Angehörigen informiert werden. Auch wenn die Nicht-Einbeziehung der Angehörigen zu großen Problemen bei einer kontinuierlichen Umsetzung führen kann, muss dieser Wunsch berücksichtigt werden. Harninkontinenz kann für (pflegende) Angehörige aus unterschiedlichen Gründen (z. B. durch das Empfinden von Scham und Ekel) belastend sein und zu einer Veränderung der Beziehung zwischen Angehörigen und Betroffenem führen.

Expertenstandard Harninkontinenz

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