Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherung der oralen Ernährung in der Pflege

Expertenstandard Ernährung

Expertenstandard Ernährung Seminar nach DNQP

Ernährung im Alter ist ein sehr umfangreiches Thema, das in vielerlei Hinsicht Auswirkungen auf den Körper haben kann. Auch die Möglichkeit Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen, sei es Oral oder über Hilfsmittel wie eine Naso-Gastrale-Sonde oder eine PEG gehören zu diesem Fachthema. Wo liegen die grenzen und was benötigt der Körper, warum spielt der BMI eine Rolle und was passiert, wenn ein Patient die Nahrung ablehnt?

Wie kann ich die Gefahr bei Dysphagien reduzieren und welche Ernährung ist bei Wunden geeignet?
Der Expertenstandard nach DNQP gibt Aufschluss über verschiedenste Fachthemen und welche Vorbereitungen in einem Betrieb getroffen werden müssen um diese ins Qualitätsmanagement aufzunehmen.

Auszug aus dem Expertenstandard Ernährung

Zielsetzung

Der vorliegende Expertenstandard beschreibt den pflegerischen Beitrag zum Ernährungsmanagement und zielt darauf ab, eine bedürfnisorientierte und bedarfsgerechte orale Ernährung von kranken und pflegebedürftigen Menschen zu sichern und zu fördern. Mit einer angemessenen Unterstützung bei der Aufnahme von Speisen und Getränken sowie der Gestaltung der Mahlzeiten wird angestrebt, Mangelernährung zu verhindern oder bereits bestehenden Ernährungsdefiziten zu begegnen.

Es kann allerdings die Situation eintreten, dass trotz aller Bemühungen zeitweise oder dauerhaft der Bedarf an Energie, Nährstoffen und Flüssigkeit durch Essen und Trinken alleine nicht ausreichend gedeckt wird. In solchen Fällen und auch in Situationen, die eine spezifische Behandlung erfordern, z. B. eine ergänzende oder vollständige künstliche Ernährung, ist rechtzeitig eine ernährungsthera-peutische Beratung und Behandlung durch Ernährungsfachkräfte2 und Ärzte einzuleiten. Aufgabe der Pflege muss auch bei enteraler/parenteraler Ernährung sein, die orale Nahrungsaufnahme zu unterstützen – falls kein Schaden damit verursacht wird.

Zielgruppen: Ein- und Ausschlüsse

Ausgerichtet ist der Expertenstandard auf die Zielgruppe der erwachsenen Menschen, die der Pflege bedürfen und ganz oder teilweise in der Lage sind, oral Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Die Einbeziehung von Angehörigen bei der pflegerischen Anamnese, der Umsetzung von Interven-tionen sowie im Rahmen der Information, Beratung und Anleitung zum Thema Ernährung ist dabei von großer Bedeutung.

Unberücksichtigt bleiben Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche, da sich bei ihrer Ernäh-rungsversorgung im Vergleich zu Erwachsenen deutlich andere pflegerische, medizinische und diätetische Anforderungen ergeben. Darüber hinaus ist das spezielle Ernährungsmanagement bei ernährungsbezogenen Krankheiten (z. B. Diabetes mellitus, Anorexia nervosa) nicht Gegenstand des vorliegenden Expertenstandards.

Es gibt eine Reihe von Gesundheitsproblemen im Zusammenhang mit Ernährung, die in diesem Expertenstandard nicht angesprochen sind. Dazu gehört Übergewicht mit therapeutisch indizierter Gewichtsreduktion, denn diese würde völlig andere Maßnahmen als die hier empfohlenen erfordern. Nicht übersehen werden darf dabei allerdings, dass auch übergewichtige Menschen eine Mangelernährung aufweisen können, die nicht selten aufgrund der Gewichtsverhältnisse übersehen wird. Schließlich gibt es noch einige komplexe ernährungsbezogene Themenbereiche, die im Rahmen einer sinnvollen Themeneingrenzung im Standard nur als Schnittstelle angesprochen werden. Dazu gehören die künstliche (enterale/parenterale) Ernährung, das Erkennen von und der Umgang mit Schluckstörungen sowie Probleme der Mundgesundheit.

Anwender des Expertenstandards Ernährung

Der Expertenstandard richtet sich an Pflegefachkräfte3 in der Krankenhausversorgung, der stationären Rehabilitation, der stationären Altenhilfe und der ambulanten Pflege. Für die Umsetzung des Expertenstandards ist es wesentlich, dass die Wissensbasis von professionell Pflegenden in Aus-, Fort- und Weiterbildungen zum Thema Ernährung vertieft und verbreitert wird. Ernährung ist nach wie vor ein vernachlässigtes Thema in der Pflege. Pflegefachkräften kommt im multidisziplinären Team eine Schlüsselrolle im Rahmen des Ernährungsmanagements zu. Aufgrund der Nähe zu den Patienten/Bewohnern während der täglichen Versorgung erhalten sie Einblicke in Risikobereiche, kennen die Beeinträchtigungen und den Unterstützungsbedarf und können die Copingstrategien der Patienten/Bewohner in schwierigen Situationen einschätzen und in die Interventionen oder Alltagsbewältigung einbinden.

Expertenstandard Ernährungsmangement

Seminar
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